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Über Java Client und Java Server zum Host
Eine 3-Schichten-Anwendung im Bankbereich
Projekt: FRC Financial Risk Control
Einführung
Unser Kunde ist eine große Geschäftsbank.
Die Anwendung FRC wird seit Anfang 2001 entwickelt und befindet sich seit Oktober 2001 in der ersten Ausbaustufe (Version 1.0.0) in Produktion. FRC wird zurzeit in mehreren Landesbanken eingesetzt:
Die frobese GmbH unterstützt das Projekt seit Mai 2001 in den Bereichen Architektur und Anwendungsentwicklung.
FRC dient zur Anzeige und Analyse von Ablaufbilanzen sowie zur Erfassung von Zahlungsströmen (Cashflows). Die Ablaufbilanz ist das zentrale Steuerungsinstrument zur Ermittlung des Zinsänderungsrisikos und die Basis für die Initiierung von Dispositionsmaßnahmen. Das Projekt wird in mehreren Ausbaustufen realisiert und löst eine bestehende Host-Anwendung ab.
FRC bietet eine PC-orientierte, grafische Benutzeroberfläche und kann über einen Internet-Browser installiert und bei neuen Programmversionen aktualisiert werden.
Entwicklungswerkzeuge
Java 2 (JDK 1.3)
Jaguar 1.2.2
GUI-Framework , 100% Pure Java
Java Web Start 1.1
Tool zum Download und zur Versionsverwaltung, 100% Pure Java
Java Help 1.1
Online-Hilfe, 100% Pure Java
InetSoft Style Report 4.1
Drucker-Tool, 100% Pure Java
Symantec VisualCafé 4.0
Funktionalität
Die graphische Benutzeroberfläche erlaubt es dem Anwender, die Ablaufbilanzen mit Hilfe von selbst definierbaren Abfragen zu analysieren. Die Parametersätze für die Abfragen können vom Anwender bearbeitet werden. Weiterhin können Cashflows erfasst und modifiziert werden. Die Cashflows und Abfrageergebnisse können per csv-Datei (csv = comma separated value) nach Excel exportiert oder ausgedruckt werden. Die Abfragen können über einen integrierten Abfrage-Designer erstellt, geladen und gespeichert werden.
Änderungen an Abfrage-Parametern und Cashflows können im voraus für zukünftige Stichtage in Form von Änderungsaufträgen in das System eingestellt werden. Das System stellt für jeden Zeitpunkt sicher, daß der aktuelle Datenbestand unter Berücksichtigung des Stichtagbezugs der Änderungen ein konsistentes Bild ergibt.
Änderungen unterliegen dem 4-Augen-Prinzip, das heißt: sie können nicht von demselben Benutzer eingegeben und freigeschaltet werden. Vielmehr müssen sie nach der Eingabe von einem zweiten Benutzer kontrolliert und damit freigegeben werden. Mit Eintreten des nächsten Bestandstages werden die Änderungen dann in den aktiven Datenbestand übernommen.
Innerhalb von FRC regeln Bedienerrollen welche Funktionalität dem jeweiligen Anwender zur Verfügung steht.
Die Anwendung ist für den Benutzer in einem Browser (z.B. Netscape Navigator oder Microsoft Internet Explorer) mit Hilfe des Versionierungs-Tools Java Web Start von der Firma Sun oder direkt über Java Web Start aufzurufen und versorgt sich über einen Server mit Daten vom Host.

Technische Realisierung
Die Architektur der Anwendung FRC wurde wesentlich durch die folgenden Vorgaben bestimmt:
3-Tier-Architektur
Browserbasierter Client
Verwendung des GUI-Frameworks Jaguar
Die dreischichtige Architektur besteht aus dem Client, dem Middle-Tier-Server und dem Host:
Client und Server wurden vollständig in Java entwickelt, der als Java-Application implementierte Client zusätzlich unter Verwendung des GUI-Frameworks Jaguar.
Aufgabe des Clients ist die Darstellung der Anwendungsdaten in der GUI und die Entgegennahme der Benutzeraktionen, sowie die Weiterleitung entsprechender Requests an den Server. Der Struktur der Client- und Serverseite liegen Designpattern von Erich Gamma et al. zugrunde. Die Kommunikation zwischen Client und Middle-Tier-Server erfolgt über RMI (Remote Method Invocation) nach dem sogenannten Facade-Pattern. RMI ist eine Java-eigene Technik und erlaubt einen für die Anwendung weitgehend transparenten Zugriff auf remote liegende Objekte.
Der Middle-Tier-Server (Windows NT in Produktion, UNIX möglich) übernimmt die Transaktionssteuerung und den Datentransfer zwischen Client und Host.
Der Server kommuniziert mit den bankfachlichen Hostprogrammen über IMS-Connect. Diese beziehen ihre Daten aus einer Datenbank-Zugriffsschicht, welche die FRC-DB2-Datenbank vom direkten Zugriff entkoppelt und für das optimistic locking zuständig ist.
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